Botswana Reisebericht: Elefantenkiller in Botswana 

 
Unsere zweite Reise auf die Südhalbkugel soll nach Afrika gehen und so landen wir in den frühen Morgenstunden zunächst einmal in Johannesburg, einer eher USamerikanisch als afrikanisch wirkenden Stadt, Wirtschaftsmetropole Südafrikas. Hier macht sich gleich erst mal unser Abendschulenglisch bezahlt, denn unbeirrt von allen Anzeigen besteigen wir zum Weiterflug den ausgeschriebenen Flieger nach Maputo/Mocambique um nach knapp zwei Stunden sicher in Maun/Botswana zu landen. Oft werden wir von Technikfreaks gefragt, womit wir denn geflogen sind, und ich habe keinen Schimmer ob es eine Boeing 767/747/737/757oder sonst was war, aber den seltsamen Typ behalte ich. Das war eine British Aerospace 146 womit wir von Jo-burg nach Maun flogen.
 
 
Maun ist die Touristenstadt Botswanas ähnlich wie Luxor in Ägypten oder das kambodschanische Siem Reap. Wer die Highlights Botswanas sehen will muss hier durch,aber wirklich nur durch, denn Maun ist ein totes Nest. Kaum jemand der es hier länger als eine Nacht aushalten dürfte. Verpflegung fassen und ab in die Wildnis. Im Flughafengebäude ist außer dem Zoll nicht ein Schalter besetzt, auch nicht die Wechselstube. Wir werden später feststellen, dass Geld auch nicht zwingend notwendig ist, denn mit der Zivilisation bekommen wir erst wieder bei der Ausreise nach Simbabwe Kontakt. Kurz nach Landung geht es gleich mit einer kleinen Propellermaschine mitten in’s Okavangodelta.
.Faszinierend wie die Ödnis unter uns plötzlich in Grün übergeht , obwohl auch das Okavangodelta gegen Ende der Trockenzeit ziemlich verdörrt ist. Für Tierbeobachtungen soll diese Jahreszeit jedenfalls ideal sein, da sich die Tiere nicht so gut im hohen Gras verstecken können und auch mehr an die Wasserstellen gebunden sind.
Wenn die namibischen Pläne wahr werden wird der trockene Zustand bald dauerhaft. Die wollen nämlich von ihrem schmalen Caprivistreifen zwischen Angola und Botswana aus den Okavango anzapfen, um Trinkwasser in Ihre tausend Kilometer entfernte Hauptstadt zu leiten. Botswana versucht gegen zu steuern und das gesamte Delta von der UNESCO zum Erbe der Menschheit erklären zu lassen. Ob dass die Namibier von Ihren Plänen abhält ist fraglich, es würde sie jedenfalls in der Welt in Misskredit bringen. Bislang steht nur ein kleiner Teil des Deltas unter Schutz. Im Rest darf noch gejagt, geweidet, Brennholz geschlagen u.s.w. werden .Es sei denn, ein Safariveranstalter wie der unsere hat etliche Quadratkilometer davon gepachtet, mit der Verpflichtung alles im ursprünglichen Zustand zu belassen und nur für den Fototourismus zu nutzen.