Borneo Reisebericht:
Reise zu den Orang Utans und Nasenaffen

Die exotische Tierwelt und vor allem die Möglichkeit, Orang Utans und Nasenaffen in ihrer natürlichen Umgebung, zu beobachten, waren für mich der Anlass, eine Tiererlebnisreise in den malaysischen Teil der Insel Borneo zu buchen. Mein Reisebericht soll einen Überblick darüber geben, welche Tiere man im Rahmen einer Pauschalreise sehen kann.

Unsere achtköpfige Colibri-Reisegruppe landete am 29.03.2009 in Kuching, der Hauptstadt der Provinz Sarawak, wo wir von einem einheimischen Reiseleiter und einem Dolmetscher empfangen wurden.
 
Der nächste Tag brachte die ersten Enttäuschungen. Die Fahrt zum Strand von Damai begann verspätet, so dass wir mit dem Boot die Flussmündung zur Beobachtung der seltenen Irrawady-Delfine erst am späten Vormittag erreichten. Im Nachgang habe ich gelesen, dass die beste Beobachtungszeit zwischen April und Oktober liegt. Das war vielleicht der Grund für die Lustlosigkeit unseres Guides, der wenig ambitioniert war, Delfine auszuspähen. Bei der Fahrt durch die Mangroven sahen wir blaue Winkerkrabben und Schlammspringer.
 
 
Auf den Inseln von Satang waren eingezäunte Eiablagestellen der Suppenschildkröten. In dieser Jahreszeit sahen wir weder Mitarbeiter des Schutzprojektes noch geschlüpfte Schildkröten. Die einzigen Lebewesen, die wir auf der Insel sahen.waren ein Zitronenfalter und eine Sechsstreifen- Langschwanzeidechse. Auf diese Tagestour sollte man im März getrost verzichten.
 
Am 31. März kam es zur ersten Begegnung mit den Orang Utans. 20 km von Kuching entfernt, befindet sich das Semenggok Orang Utan Rehabilitationszentrum. Dort leben in einem Areal von 800 ha ca.25 halbwilde Orang Utans im Alter von 2 Monaten bis 38 Jahre. An zwei Futterstellen sahen wir 2 Mütter mit Babys und noch mindestens 8 andere Tiere, die wir auch im Wald beobachten konnten. Damit hatten wir außerordentliches Glück. Oft tauchen die Orang Utans nicht einmal zur Fütterungszeit auf, wenn sie im Reservat genügend Früchte finden. Beim Ausschau halten nach den Affen, kamen viele Besonderheiten des Parks, wie fleischfressende Kannen-pflanzen , Orchideen oder die blauäugige Winkelkopfagame viel zu kurz.