Vietnam Reisebericht:
Thriller in  Vietnam - der etwas andere Reisebericht

Ich möchte einen kleinen Ausschnitt aus meiner 3 wöchigen Reise durch Vietnam mit meiner besten Freundin erzählen. Die nicht nur schön, aber sehr erlebnisreich war!

Der Bericht beginnt mit der Reise nach Dalat, einem - laut Lonely Planet - kleinen Bergdörfchen in der Mitte des Landes.
 
Nach dem wir uns in Mui Ne einen ordentlichen Sonnenbrand trotz hohem Sonnenschutz (an den Stellen die wir vergessen hatten einzuschmieren) eingefangen hatten, zogen wir es vor, ins Hochland zu fahren und uns Dalat anzusehen, wir hatten im Lonely Planet gelesen, dass dies ein gemütliches, kleines Bergdörfchen ist.
Dalat ist aber schon eher ein grosses Städtchen mit gewohnt, chaotischen Straßenverhältnissen. Daher buchten wir gleich für den nächsten Tag eine Countrysidetour mit dem Motorrad, um dem Mopedgewimmel und den stinkenden Märken an denen es Kuheuter und Aale, Schildkröten und Hühnerbeine zu Essen gibt, zu entgehen... wir starteten mit zwei Fahrern vom Hotel am nächsten Morgen.
 
 
Wir besichtigten Kaffeeplantagen, eine Pilzaufzucht; die der die Pilze nicht am Boden sondern an gebündelten Holzspänen in dunkeln, nassen Räumen hochgezogen werden; und wie man Reiswein herstellt. Bei einem Hügel ließen uns die Fahrer absteigen. Wir sollten alleine etwas wandern, über den Berg durch einen lichten Wald. An der anderen Seite wollen sie auf uns warten... Da dieser Berg uns nicht sehr spektakulär vorkam, stiegen in uns mäßig ernsthafte Phantasien hoch, von am Gipfel wartenden Vietnamesen die uns verschleppen und wir am nächsten Morgen mit einer Narbe am Strand mit nur noch einer Niere aufzuwachen.
 
Als wir auf der anderen Seite wieder ankamen, fragten unsere Fahrer ob wir Wasser wollten und mein Fahrer Griff in meine Tasche die ich am Motorrad befestigt hatte, was uns wunderte, denn woher wusste er dass ich Wasser in der Tasche hatte?? Erst dachte ich daran, gleich in meiner Tasche nach dem Geld zu suchen. Ich hatte genau das Geld für die Tour und noch ein wenig Extra mitgenommen. Ich fand das aber unhöflich und beließ es dabei, wenn ich die Tour nicht zahlen kann, fiel das schließlich auf die Jungs zurück, dachte ich... dann fuhren wir los und mein Kopfkino startete richtig.
Ich stellte mir ausführlich vor, dass die in das Wasser KO-Tropfen gemischt haben (ich fühlte mich auch irgendwie komisch) und uns jetzt irgendwohin karren. Gestern haben auch zwei andere Vietnamesen in der Hotellobby von uns Fotos mit dem Handy gemacht und auf einmal ergab alles einen Sinn - ja klar - wie in dem Film "Hostel", die versteigern uns mit dem Foto und dann können Wahnsinnige uns ersteigern in irgendwelchen Palmenblätterkellern abseits jeglicher Zivilisation mit uns machen was sie sich in ihren kranken Phantasien vorstellen...aaargh...