Torres del Paine

Ganz im Vertrauen: manchmal fragen wir uns schon, ob wir nicht die langsamsten und faulsten Radler auf der Panamerikana sind. Mit Augen, die zu leuchten beginnen, wenn wir, um ein Beispiel zu geben, anderen Reisenden von dem Café mit den gemütlichsten Sesseln im Lande erzählen.


Aber seien wir mal ehrlich: Ist es nicht gerade das langsame Reisen, welches sich genussvoll gegen die Eile stellt, das unsere Reise so besonders macht? Die Freiheit, zu bleiben, wo es uns gefällt; auf einer sonnengebadeten Wiese einzunicken und sich vom Rauschen des Baches in ferne Reiche entführen zu lassen; auch mal einen Tag zu verweilen und nichts zu tun, nur weil wir uns am Abend bei einem Glas Rotwein mit anderen Radfahrern zusammensetzen wollen?
Ja, ist das nicht das Eigentliche: loszulassen, den Blick für das Kleine und Flüchtige zu öffnen und sich täglich neu wie ein Blatt vom Wind ins Ungewisse tragen zu lassen?

Carretera Austral, Chile. Tagebucheintrag einer Reise mit dem Fahrrad von Patagonien nach Alaska.