Ich tu mich schwer mit der Trockenheit. Die Atacama-Wueste gilt als einer der trockensten Orte der Welt. Es ist so trocken und staubig, dass Haut, Hals und Lippen staendig zu vertrocknen drohen. Trinke schon staendig, aber das scheint nicht zu reichen, heute nacht dachte ich, der Kupferstaub lege sich schon auf meine Lunge und konnte mich so gar nicht entspannen.....

Das Tal des Mondes -

jeder, der jemals in die Atacama-Wueste faehrt, muss und wird diese Tour machen. Jedes Reisebuero - und in San Pedro wimmelt es nur so von travel agencies - bietet diese Tour an: erst wieder schoen mit der Gruuuuuubbbbbeee Bus fahren, dann 2h bei gefuehlten 50 Grad an Steilhaengen hinab und hinaufklettern, Duenen entlangrutschen, durch ein Vulkanartiges Tal mit Salzkristallen spazieren, bevor man dann romantisch gruppendynamisch den Sonnenuntergang ueber der Wueste beobachtet. 

Der Sonnenuntergang war wuuuuuunderschoooooen. LEIDER ist Steve Jobs von Apple daran Schuld, dass ich diesen Moment ohne Musik verbringen musste, denn die Festplatte meines iPods ist seit Chile kaputt und damit alle mein Songs FUTSCH! Ein unglaubliches Disaster fuer eine Backpackerin, die spezielle Momente gerne mit Musik verbindet und noch 5 Wochen Reisen vor sich hat.....

 

 

 

Salar de Atacama

Die Salzwueste. Sagenhaft. Wieder ewige Weite, aber diesmal unruhiger als im argentinischen Norden. Keine glatte Salzflaeche mehr, vom Wind aufgetuermte Salzkristalle, vom Sand ueberzogen und umgeben von zig Vulkanen. Was fuer eine einzigartige Landschaft.

Aber natuerlich liegen diese Naturabstriche nicht um die Ecke der Touristenorte. Also wieder BUSFAHREN. Immer wieder wahnsinnige Distanzen, die wir hier zuruecklegen. Auf dem Weg zum Salar in den kleinen Ort Tocanao mit 500 Einwohnern gefahren. Und welche 2 "Einwohner" kamen uns zuerst entgegen? Die beiden typischen Chilenen "Sonja & Manfred" aus Nuerrrrnberch. 

Naja und der Rest der Bilder erklaert sich von selbst. Diesmal ohne viele Worte, Musik einschalten und Bilder einfach mal sprechen lassen. Das ist Frieden.

 

Tatio-Geysire 

 

 

Ich weiss nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich bin um 3h30 Uhr letzte Nacht aufgestanden, um das letzte Mal in Chile auf Bustour zu gehen. Das Beste zum Schluss. Gluecklicherweise konnte ich im Bus gleich noch mal 2h schlafen, wenn auch recht holprig. Um 6 Uhr waren wir dann puenktlich zum Sonnenaufgang auf 4200 Hoehenmeter (schon wieder....ob das noch gesund ist?!). Aber diesmal eingepackt wie auf dem Kilimandscharo, denn es waren ca. -10 Grad. Bibber. Ueberall sprudelt das Mineralhaltige Wasser fontaenenartig aus dem Boden und wer zu nah steht, kann sich toedliche Verbrennungen zuziehen. Eigentlich ein tolles Spektakel, aber leider von Touristen uebersaet, die wie Japaner (ich selbst ja auch schon) mehr durchs Foto-Objektiv schauen als sich dem Moment hinzugeben.

Wirklich beeindruckend fand ich die heisse Milch und die frischgekochten Eier, die wir dank der Geysire geniessen konnten. Sehr gute Idee!

Ein paar Meter weiter dann um 8 Uhr morgens der Hoehepunkt. Raus aus den Klamotten in eisiger Kaelte und rein in die heissen Quellen. So muss Island sein, dachte ich witzigerweise nur...

Eigentlich haetten wir mit diesem wunderbaren Programmpunkt abschliessen koennen, aber nein, der chil. Guide ansich (wie der argentinische auch) fuehrt Touristen-Gruppen gerne nochmal zu einer Ortschaft mit huebscher Kirche, heute war es der auf Lamas spezialisierte Ort Machuca.

Dreimal duerft Ihr raten, was ich da esse am fruehen Morgen.......Lama-Fleisch!! Lecker, aber unglaublich zaeh, ich musste es leider wegwerfen, was dem Lama neben mir gar nicht gefallen hat....

 

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