Da meine Mutter aus Guatemala stammt hatte ich das Glück dieses einzigartige Land schon als kleines Kind kennen zu lernen. Das letzte mal dass ich dort war, war schon einige Zeit her, als ich gemeinsam mit meiner Mutter in dieses kleine Land in Mittelamerika flog. Es schien mir wie wenn meine kompletten Angehörigen zum Empfang im Flughafen waren und wie wenn es eine Weile dauern würde bis ich alle Namen zu den richtigen Gesichtern zuordnen könnte.

Die Menschen dort sind wirklich fruchtbar ;), so fruchtbar wie ihr Land. Die Landschaft dort ist unglaublich und einen Blick in Google Earth [Oder darf ich vielleicht gar nicht Google Earth schreiben?]  wirklich wert. Da kann man gut sehen wie viele Vulkane sich auf so kleiner Fläche häufen. Leider fehlen aber auf diesem virtuellen Globus die wirklichen Farben und natürlich die Pflanzen.  Die Bäume sind teilweise so groß, dass man ihre Stämme selbst mit zehn Menschen nicht umspannen kann. Und es gibt viele Wälder die so dicht sind, dass man selbst mit den langen Klingen der Macheten nicht weit kommt. Man sieht viele Pflanzen die man in Deutschland als typische Hauspflanzen hält, bloß 10 mal so groß oder größer. Man fühlt sich so winzig zwischen all´ den großen Bäumen und Lianen, und wenn man Glück hat sieht man Affen in den Baumkronen.
 Wir hatten das Glück und zwar sahen wir in Tikal eine kleine Affenfamilie wie sie gerade Siesta hielt. Aber unser Reiseleiter klärte uns schnell genug auf, dass man nicht zu lange stehen bleiben darf weil sie sich nach einer Weile gestört fühlen und manchmal sogar mit Früchten und kleinen Ästen nach den staunenden und fotografierenden Gästen werfen.
Ich studiere Historisch orientierte Kulturwissenschaften, da kann man sich vorstellen, dass ich in einer solchen ärchäologischen Stätte wie Tikal eine kleine Oase fand, zumal ja auch sehr starkes privates Interesse am Studium meiner Vorfahren hinzu kommt.