Hola chicas y chicos!!

Also, in Puerto Vallarta haben wir dann mal ganz geschmeidig auf 6 Nächte verlängert, weil wir die Sonne und das Meer nicht missen wollten. Am Tag nach der Whalewatch Tour sind wir wieder mit dem Böötchen raus, diesmal ein Katamaran, die Bora Bora. Da gab’s doch glatt gleich wieder einen Wal an unserer Seite und wieder ne Gruppe Delphine. Seufz! Ansonsten ging’s auf glatter See zu Los Arcos zum Schnorcheln, auf einer Insel zu einem Wasserfall und schließlich noch zum beachen an einen schönen Strand. Am geilsten war es, mit Brittchen vorne in den Netzen zu liegen und die Aussicht zu genießen und das Meer rauschen zu hören, alldieweil uns die Crew unentwegt kleine 0,19 ml Coronitas servierte. Das war so schön, dass wir diese Tour 2 Tage später gleich noch mal gemacht haben, grins.
 
 Essenstechnisch war Puerto Vallarta auch extrem lecker, es gab im "Sizzling Fajitas" Angussteaks, die am Tisch rasch noch mal mit Tequila flambiert wurden, göttlich (kleine Entschädigung für die Schuhsohle, die uns serviert wurde, als wir in Tuxtla Steak bestellt hatten). In der Hacienda Alemana waren wir einmal zum deutschen Buffet (äh, ja, ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte) und der Wirt weihte uns in die Geheimnisse der Tequilabrauerei ein, der Anejo mit dem Hufeisen ist der Beste, kostet aber auch 38 Dollar das Fläschchen. Wir bekamen ein großes Glas, einen Bottich quasi, der dann auch noch mal nachgefüllt wurde. Salud!

Dann nur noch eine Nachtfahrt (also insgesamt 60 Stunden Busfahrt J )und eine Übernachtung in Los Mochis und dann endlich endlich ging die Fahrt mit dem Chepe los und die war wirklich alle Busmühen wert mit sensationeller Landschaft, zuerst saftig grün und später felsig mit unglaublichen Ausblicken auf knallgrüne Seen. Wir hingen die ganze Zeit aus den Fenstern und waren abends ganz voller Ruß. Die Zugstrecke hat bis Chihuahua 37 Brücken und 86 Tunnel, teilweise geht es direkt vom  Zug aus in den Abgrund, wieso die Schienen sich da nicht absenken, ist mir ein Rätsel. Der Zug schraubt sich von 200 auf über 2000 Meter in die Höhe und macht bei Temoris in einem Berg eine Kehre um 180 Grad!!
 
Die Landschaft ist zu großartig, um ohne Unterbrechung durchzufahren, also sind wir in Divisadero ausgestiegen und hatten ein  Hotel mit dem traumhaftesten Balkonblick, den ich je hatte (Stellt euch vor, euer Balkon sei direkt an der Schlucht vom Gran Canyon). Direkt vor unserem Balkon tummelte sich ein Eichhörnchen.
 
Wir machten zwei Wanderungen, eine davon zum "Balancing Rock", ein einsamer Stein, an dem es mehrere hundert Meter senkrecht runter geht. Der Balancing Rock kippelt, wenn man möchte!! Es gab einen großen Adrenalinschub, schon allein, als unser Guide Philip drauf stand, direkt am Abgrund und wir von einem Viewpoint zuguckten. Es entstanden spontan 3 Kurzfilme "Scream", "The Rock" und "I'm an eagle-Episoden aus dem Leben eines Wandervogels", die wir demnächst auf U-Tube zeigen werden, grins. Auf den Hotelseiten sah der Stein gar nicht so schlimm aus. Aber in der Wirklichkeit: uuaaahh!  Wir haben's  uns nur getraut (gegen großen Stuhldrang ankämpfend, grins), weil uns ein Guide der nächsten Gruppe die Hand reichte.
 
Kommentar aus der Reisegruppe, die uns von der anderen Seite zusahen: "I bet they are shitting their pants!" Wieder zurück, haben wir natürlich geprotzt, dass alles nur "a piece of cake" war und hüpften fröhlich von dannen.