Irland Reisebericht:
Blasket Islands – die westlichste Inselgruppe Europas

Blasket Islands - Inseln der Robben und Sturmschwalben

Da liegt sie wie ein Wal im blauen Wasser. An ihrem Flanken graue Felsen, von Wind und Wellen umpeitscht. Auf ihrem lang gestreckten, welligen Buckel leuchtet grünes Grass in der Sonne. Um sie herum liegen versprengelt kleinere Inseln, wie ins Wasser geworfen. Die Luft ist frisch und salzig und es riecht nach Abenteuer.
Die kleine Fähre schaukelt sich ihren Weg zur Anlegestelle der Great Blasket, die größte Insel der westlichsten Inselgruppe Europas, schlicht Great Blasket Islands genannt. Von den Inseln aus erstreckt sich das Meer ins Unendliche.

Der Bootsführer spricht davon, dass um die Inseln herum immer mal wieder Delfine auftauchen und die Fähre ein Stück begleiten, und auch Wale würden auf der offenen See nahe der Blaskets ab und an gesichtet. Die Handvoll Besucher auf dem Boot suchen die Wasseroberfläche ab. Doch ein Delfin will sich einfach nicht blicken lassen. Statt dessen taucht plötzlich der graue glänzende Kopf einer Robbe neben dem Boot auf, kurz darauf eine zweite. Mit großen dunklen Augen beäugen sie kurz die Besucher in ihren orangefarbenen Regenjacken und tauchen wieder ab ins kühle Nass.
Nach 20-minütige Fahrt sind wir da. Per Schlauchboot wird übergesetzt, Und dann ist es soweit! Die Füße berühren den Boden der Great Blasket Island. Hier ist sie also die Insel der story-teller!

Die abgeschieden gelegenen Inseln, die von der Außenwelt lange nicht wahrgenommen wurden, waren über viele Jahrhunderte das Zuhause von gälisch sprechenden Inselbewohnern, die mit der rauhen Natur und von ihr lebten. Ein vegetarischen Leben kannten die Inselbewohner nicht. Sie aßen Fisch, jagten Kaninchen, die sich bis heute auf der Insel tummeln und aßen die Eier von Seemöven. Das Leben der kleinen Gemeinschaft von Insulanern, ist geprägt durch die Wildheit der Natur und dem damit verbundenen Überlebenskampf.
Ein hartes, aber auch ein einzigartiges Leben. Die unmittelbare sinnliche Beziehung zur Natur prägte die Sprache der Insulaner. Eine scharfe Beobachtung der Umgebung war für die Inselbewohner lebensnotwendig. Kaum etwas durfte der Aufmerksamkeit ihrer Sinne entgehen, denn nur so konnten sie in der Natur bestehen. Jede Regung des Wassers und jeder Veränderung der Witterungsverhältnisse galt es wahrzunehmen.

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