Kurzurlaub,

  • Berlin Reisebericht: Ein Adventswochenende in Berlin Mitte 

    Berlin im Advent: Ein Wochenende zwischen Weihnachtsmarkt, Museumsinsel und den Dächern der Hauptstadt

    Zwei Nächte im Hotel Alexander Plaza, ein Weihnachtsmarkt mit historischem Flair und eine Aussicht, für die man nicht gleich auf den Fernsehturm steigen muss. Unser Dezemberwochenende in Berlin zeigt, wie viel Hauptstadt sich ganz entspannt zu Fuß entdecken lässt.

    Freitag: Berlin-Mitte, Hotel Alexander Plaza und ein Abend am Hackeschen Markt

    Es ist einer dieser Dezembernachmittage, an denen Berlin bereits um vier Uhr beschließt, dass es für heute mit dem Tageslicht reicht. Die Straßen glänzen vom letzten Regenschauer, die Menschen haben ihre Schals bis zur Nasenspitze hochgezogen, und irgendwo duftet es verheißungsvoll nach gerösteten Mandeln.

    Wir sind für ein Wochenende in die Hauptstadt gekommen. Kein straffes Besichtigungsprogramm, keine langen U-Bahn-Fahrten quer durch die Stadt und schon gar kein morgendlicher Wettlauf mit den Reisegruppen. Wir wollen Berlin genießen, ein bisschen Kultur erleben, über den Weihnachtsmarkt bummeln und uns ansonsten einfach treiben lassen.

    Unsere Wahl fällt auf das Classik Hotel Alexander Plaza in der Rosenstraße. Eine ziemlich gute Entscheidung, wie sich schnell herausstellt.

    Das Hotel liegt mitten im historischen Zentrum, nur einen Katzensprung vom Hackeschen Markt entfernt. Bis zur Museumsinsel sind es wenige Gehminuten, zum Alexanderplatz ebenfalls. Wer Berlin zu Fuß entdecken möchte, könnte seinen Ausgangspunkt kaum geschickter wählen.

    Schon beim Betreten des Hauses gefällt uns die Mischung aus historischem Charme und modernem Komfort. Das Gebäude hat Charakter, ohne sich dabei in nostalgischer Schwärmerei zu verlieren. Unser Zimmer bietet einen angenehmen Rückzugsort vom vorweihnachtlichen Trubel draußen.

    Wir stellen die Koffer ab, werfen einen kurzen Blick auf den Stadtplan und stellen fest, dass wir ihn eigentlich gar nicht brauchen. Die interessantesten Ziele liegen praktisch vor der Haustür.

    Hackescher Markt und Hackesche Höfe: Berlins schönste Innenhöfe

    Unser erster Spaziergang führt zum Hackeschen Markt. Die Straßenbahn rumpelt über die Schienen, Menschen eilen mit Einkaufstüten vorbei, und zwischen den historischen Fassaden leuchten die ersten Weihnachtsdekorationen.

    Nur wenige Schritte weiter betreten wir die Hackeschen Höfe.

    Plötzlich wird es ruhiger. Hinter dem unscheinbaren Eingang öffnet sich ein Labyrinth aus miteinander verbundenen Innenhöfen, kleinen Geschäften, Restaurants und Galerien. Besonders der erste Hof mit seiner kunstvollen Jugendstilfassade aus glasierten Fliesen ist ein Hingucker.

    Berlin kann manchmal erstaunlich elegant sein, wenn es gerade nicht damit beschäftigt ist, möglichst lässig auszusehen.

    Wir schlendern durch die Höfe, schauen in einige Schaufenster und entdecken kleine Läden, in denen man tatsächlich noch Dinge findet, die nicht in jeder Fußgängerzone zwischen Flensburg und Freiburg angeboten werden.

    Gerade in der Adventszeit lohnt sich ein Besuch am späten Nachmittag. Wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird und die Dunkelheit langsam in die Innenhöfe kriecht, entsteht eine fast märchenhafte Atmosphäre.

    Für den Abend bleiben wir in der Gegend. Rund um den Hackeschen Markt und in den Seitenstraßen Richtung Oranienburger Straße gibt es zahlreiche Restaurants. Statt uns gleich auf die erstbeste Speisekarte an einer touristischen Hauptstraße zu stürzen, schauen wir lieber ein paar Schritte abseits.

    Die Rechnung geht auf: Ein gemütlicher Abend, gutes Essen und anschließend ein kurzer Spaziergang zurück zum Hotel. Kein Taxi, kein komplizierter Fahrplan und keine Diskussion darüber, in welche Richtung die U-Bahn eigentlich fährt.

    So darf ein Wochenende beginnen.

    Samstag: Frühstück, Berliner Dom und die Museumsinsel

    Am nächsten Morgen lassen wir uns beim Frühstück Zeit. Draußen ist es noch grau, die Temperaturen bewegen sich knapp über dem Gefrierpunkt. Typisches Berliner Dezemberwetter also: nicht unbedingt postkartentauglich, aber mit der richtigen Jacke durchaus zu bewältigen.

    Unser heutiger Plan ist einfach. Wir wollen die historische Mitte erkunden, das Humboldt Forum besuchen und später über den Weihnachtsmarkt an Unter den Linden bummeln.

    Vom Hotel aus gehen wir zunächst in Richtung Spree.

    Schon nach wenigen Minuten stehen wir vor dem Berliner Dom. Die gewaltige Kuppel erhebt sich über dem Lustgarten, davor ziehen Besucher ihre Kameras aus den Taschen. Selbst unter einem winterlich grauen Himmel wirkt das Bauwerk imposant.

    Wir bleiben einen Moment stehen und betrachten die Fassade. Wer sich für die Geschichte Berlins interessiert, findet hier reichlich Stoff. Uns fasziniert vor allem, wie dicht in dieser Stadt die verschiedenen Epochen beieinanderliegen.

    Kaiserliche Pracht, preußische Geschichte, DDR-Vergangenheit und moderne Architektur – manchmal genügt eine einzige Drehung um die eigene Achse.

    Direkt nebenan liegt die Museumsinsel, seit 1999 UNESCO-Welterbe. Das Alte Museum mit seiner mächtigen Säulenfront, die Alte Nationalgalerie und das Neue Museum bilden ein eindrucksvolles Ensemble.

    Für einen ausführlichen Museumsbesuch müsste man eigentlich einen zusätzlichen Tag einplanen. Allein das Neue Museum mit der berühmten Büste der Nofretete könnte uns problemlos mehrere Stunden beschäftigen.

    Heute entscheiden wir uns jedoch für die Außenansichten. Wir wollen schließlich noch etwas vom Tageslicht haben, das im Dezember ohnehin ein knappes Gut ist.

    Ein Spaziergang, der fast nichts kostet

    Das Schöne an Berlin-Mitte ist, dass viele Sehenswürdigkeiten bereits beim Spaziergang ein Erlebnis sind. Man muss nicht jedes Gebäude von innen besichtigen, um einen Eindruck von der Stadt zu gewinnen.

    Der Lustgarten, die Spreeufer, die Schlossbrücke und die historischen Plätze lassen sich kostenlos erkunden.

    Gerade für einen kurzen Aufenthalt ist das eine angenehme Alternative zu einem dicht gedrängten Besichtigungsprogramm mit mehreren Eintrittskarten.

    Und wer zwischendurch friert, findet praktisch an jeder Ecke ein Café. Eine sehr beruhigende Erkenntnis.

    Humboldt Forum: Berlin von oben statt teurer Fernsehturm

    Unser nächstes Ziel liegt direkt gegenüber dem Berliner Dom: das Humboldt Forum im wiederaufgebauten Berliner Schloss.

    Schon die Architektur sorgt für Gesprächsstoff. Auf der einen Seite historische Schlossfassaden, auf der anderen moderne Gestaltung. Man kann diese Mischung lieben oder kritisch betrachten. Langweilig ist sie jedenfalls nicht.

    Wir betreten das Gebäude und orientieren uns in Richtung Dachterrasse.

    Die Aussichtsplattform auf dem Dach gehört für uns zu den reizvollsten Möglichkeiten, die Berliner Innenstadt von oben zu betrachten.

    Während viele Besucher automatisch an den Fernsehturm denken, bietet das Humboldt Forum eine wesentlich niedrigere, dafür aber besonders schöne Perspektive auf die historische Mitte.

    Der Fernsehturm hat natürlich seine Berechtigung. Doch für einen spontanen Wochenendbesuch sind die Eintrittspreise durchaus ein Argument, sich nach Alternativen umzusehen.

    Die Dachterrasse des Humboldt Forums ist im Vergleich deutlich günstiger. Der Zugang ist allerdings nicht grundsätzlich kostenlos; Tickets, mögliche Ermäßigungen und Öffnungszeiten sollte man vorab auf der offiziellen Website prüfen.

    Ein Panorama mit Berliner Dom und Fernsehturm

    Oben angekommen, empfängt uns die frische Dezemberluft. Der Wind erinnert uns sofort daran, dass eine Dachterrasse im Winter keine Kaffeeterrasse an der Côte d’Azur ist.

    Doch der Blick macht das mehr als wett.

    Vor uns erhebt sich die Kuppel des Berliner Doms, dahinter erstreckt sich die Museumsinsel. Weiter östlich ragt der Fernsehturm in den Himmel, während sich die Spree durch die Stadt schlängelt.

    Von hier oben bekommt man ein Gefühl dafür, wie kompakt das historische Zentrum tatsächlich ist.

    Wir entdecken Gebäude wieder, an denen wir gerade vorbeigelaufen sind, und versuchen, unseren bisherigen Spaziergang nachzuzeichnen.

    Der Berliner Dom wirkt aus dieser Perspektive beinahe zum Greifen nah. Besonders schön sind die vielen architektonischen Details, die man von unten kaum wahrnimmt.

    Wir bleiben länger als geplant. Nicht, weil das Wetter besonders einladend wäre, sondern weil sich immer neue Blickwinkel ergeben.

    Ein kleiner Perspektivwechsel genügt, und schon erscheint die Stadt ganz anders.

    Unser Spartipp: Wer Berlin von oben erleben möchte, sollte die Dachterrasse des Humboldt Forums als Alternative zum Fernsehturm prüfen. Sie bietet keinen vergleichbaren Höhenblick, dafür aber einen besonders unmittelbaren Blick auf Dom, Museumsinsel und Schlossumgebung. Am besten vorher die Ticketregelung und die winterlichen Öffnungszeiten kontrollieren.

    Unter den Linden: Ein Spaziergang durch Berlins Geschichte

    Wieder unten angekommen, überqueren wir die Schlossbrücke und gelangen auf Unter den Linden.

    Die berühmte Prachtstraße ist nicht einfach nur eine Verbindung zwischen dem Schlossbereich und dem Brandenburger Tor. Sie ist eine Art begehbares Berliner Geschichtsbuch.

    Links und rechts stehen repräsentative Gebäude, deren Fassaden von vergangenen Jahrhunderten erzählen. Das Deutsche Historische Museum im Zeughaus, die Staatsoper und die Humboldt-Universität liegen nur wenige Schritte auseinander.

    Wir lassen uns Zeit.

    Vor der Neuen Wache bleiben wir kurz stehen, später betrachten wir die klassizistischen Gebäude rund um den Bebelplatz.

    Hier fand 1933 eine der nationalsozialistischen Bücherverbrennungen statt. Das unterirdische Denkmal mit den leeren Bücherregalen erinnert daran. Ein stiller, eindringlicher Ort mitten im geschäftigen Berlin.

    Nur wenige Meter weiter kündigen festliche Lichter und der Duft von Glühwein eine ganz andere Seite des Platzes an.

    Weihnachtsmarkt am Bebelplatz: Adventszauber an Unter den Linden

    Auf diesen Teil unseres Wochenendes haben wir uns besonders gefreut.

    Der Weihnachtsmarkt am Bebelplatz, der unter dem Namen WeihnachtsZauber bekannt ist, zählt zu den stimmungsvolleren Weihnachtsmärkten der Berliner Innenstadt.

    Schon der Eingang macht neugierig. Hinter den festlich geschmückten Ständen eröffnet sich eine kleine Weihnachtswelt, eingerahmt von prachtvollen historischen Gebäuden.

    Lichterketten glitzern, Weihnachtsmusik liegt in der Luft, und aus den Buden strömen verführerische Düfte.

    Hier riecht es nach gebrannten Mandeln, Zimt, Bratwurst und heißem Glühwein. Eine Kombination, gegen die selbst die vernünftigsten Vorsätze erstaunlich wenig ausrichten können.

    Wir schlendern langsam zwischen den Ständen entlang.

    An einigen Buden wird Kunsthandwerk angeboten, anderswo hängen Weihnachtskugeln und dekorative Kleinigkeiten. Besonders gefallen uns die handgefertigten Gegenstände, die sich wohltuend von der üblichen Massenware unterscheiden.

    Natürlich bleibt es nicht beim Anschauen.

    Ein Glühwein gehört schließlich zum Advent wie die alljährliche Diskussion darüber, ob man den Weihnachtsbaum nicht vielleicht doch ein bisschen früher aufstellen sollte.

    Wir wärmen uns die Hände an den Tassen und beobachten das bunte Treiben. Familien, Paare, Berliner und Besucher aus aller Welt drängen sich zwischen den Ständen.

    Trotz des Andrangs wirkt die Atmosphäre gemütlich.

    Weihnachtsmarkt Unter den Linden in Berlin

    Weihnachtsmarkt in Berlin: Wann lohnt sich der Besuch?

    Wer es etwas ruhiger mag, sollte den Markt möglichst am frühen Nachmittag besuchen. Gerade an Adventssamstagen wird es ab dem späten Nachmittag erfahrungsgemäß voller.

    Andererseits entfaltet der Weihnachtsmarkt seinen größten Zauber erst nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die historischen Fassaden beleuchtet sind und die vielen Lichter besonders schön zur Geltung kommen.

    Wir haben uns bewusst für den späteren Nachmittag entschieden.

    Das hat einen einfachen Vorteil: Man erlebt den Übergang vom Tageslicht zur festlichen Abendstimmung.

    Ein weiterer Tipp für preisbewusste Besucher: Die Preise für Speisen und Getränke können auf zentral gelegenen Weihnachtsmärkten durchaus stattlich ausfallen. Wer nicht unbedingt direkt am Markt essen möchte, findet in den umliegenden Straßen zahlreiche Alternativen.

    Und wer mehrere Berliner Weihnachtsmärkte besuchen möchte, sollte die unterschiedlichen Eintrittsregelungen beachten. Nicht alle Märkte sind kostenlos zugänglich.

    Vom Bebelplatz zum Brandenburger Tor: Berlin im Lichterglanz

    Nach unserem Weihnachtsmarktbummel setzen wir den Spaziergang entlang Unter den Linden fort.

    Inzwischen ist es dunkel geworden. Die Straßenlaternen spiegeln sich auf dem feuchten Pflaster, Autos ziehen mit ihren Scheinwerfern vorbei, und die festlich beleuchteten Gebäude wirken noch eindrucksvoller als am Nachmittag.

    Wir passieren den Pariser Platz und stehen schließlich vor dem Brandenburger Tor.

    Auch wenn wir dieses Wahrzeichen schon oft auf Bildern gesehen haben, besitzt es eine besondere Ausstrahlung.

    Gerade am Abend, wenn die Säulen angestrahlt werden, ist das Tor ein beeindruckender Anblick.

    Hier zeigt sich allerdings auch eine typische Berliner Besonderheit: Ein romantischer Moment kann jederzeit von einer größeren Reisegruppe, einem Straßenmusiker oder einem ambitionierten Selfie-Fotografen unterbrochen werden.

    Wir nehmen es gelassen.

    Schließlich gehört dieses bunte Durcheinander genauso zu Berlin wie die große Geschichte.

    Nach einigen Fotos machen wir uns langsam auf den Rückweg. Die Strecke bis zum Hotel ist durchaus zu bewältigen, doch nach mehreren Stunden auf den Beinen melden sich unsere Füße inzwischen deutlich zu Wort.

    Wer keine Lust mehr auf den gesamten Rückweg hat, kann auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen.

    Berliner Stadtrundfahrt zum Nahverkehrspreis

    Ein zusätzlicher Spartipp für Berlin-Besucher sind die regulären Buslinien 100 und 200.

    Sie führen an zahlreichen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei und eignen sich hervorragend, um einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen.

    Natürlich ersetzen sie keine kommentierte Stadtrundfahrt. Dafür kostet die Fahrt lediglich ein gültiges Nahverkehrsticket.

    Wer ohnehin ein Tagesticket besitzt, kann die Linien ohne zusätzliche Kosten nutzen.

    Gerade an kalten Wintertagen ist das eine angenehme Möglichkeit, sich zwischen zwei Spaziergängen aufzuwärmen und gleichzeitig etwas von Berlin zu sehen.

    Sonntag: Nikolaiviertel und ein gemütlicher Abschied von Berlin

    Unser letzter Morgen beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück im Alexander Plaza.

    Draußen ist es noch ruhig. Die Straßen wirken beinahe verschlafen, und wir genießen es, dass wir heute keinen großen Zeitplan mehr haben.

    Nach dem Auschecken wollen wir noch einen letzten Spaziergang unternehmen.

    Unser Ziel ist das Nikolaiviertel, das vom Hotel aus ebenfalls bequem zu Fuß erreichbar ist.

    Das kleine Quartier rund um die Nikolaikirche gehört zu den ältesten Siedlungsbereichen Berlins. Allerdings sollte man sich vom historischen Erscheinungsbild nicht täuschen lassen: Große Teile wurden in den 1980er-Jahren rekonstruiert.

    Das Ergebnis ist dennoch reizvoll.

    Schmale Gassen, kleine Geschäfte, gemütliche Gaststätten und die markanten Türme der Nikolaikirche vermitteln eine Atmosphäre, die man in dieser Form mitten in Berlin kaum erwarten würde.

    Wir bummeln durch die Straßen, schauen in einige Schaufenster und genießen die relative Ruhe des Sonntagmorgens.

    Besonders schön ist der Kontrast zur geschäftigen Umgebung des Alexanderplatzes.

    Hier scheint die Hauptstadt für einen Moment einen Gang herunterzuschalten.

    Kaffee und Kuchen statt hektischem Sightseeing

    Bevor wir die Heimreise antreten, suchen wir uns noch ein gemütliches Café.

    Ein heißer Kaffee und ein Stück Kuchen sind nach einem winterlichen Spaziergang ohnehin schwer zu übertreffen.

    Wir lassen das Wochenende Revue passieren.

    Der Blick von der Dachterrasse des Humboldt Forums, die beleuchteten Hackeschen Höfe, der Weihnachtsmarkt am Bebelplatz und der abendliche Spaziergang zum Brandenburger Tor – all das haben wir erlebt, ohne ständig in Busse oder Bahnen steigen zu müssen.

    Und genau darin liegt für uns der besondere Reiz eines Wochenendes in Berlin-Mitte.

    Die Entfernungen sind überschaubar, die Sehenswürdigkeiten abwechslungsreich, und zwischendurch bleibt genügend Zeit für spontane Entdeckungen.

    Hotel Alexander Plaza Berlin: Unsere Einschätzung zur Lage

    Für einen Kurzurlaub in der historischen Berliner Mitte ist die Lage des Hotels ein großer Vorteil.

    Die wichtigsten Ziele unseres Wochenendes lassen sich bequem zu Fuß erreichen.

    Sehenswürdigkeit Gehzeit ab Hotel, ca.
    Hackescher Markt 3–5 Minuten
    Hackesche Höfe 5–7 Minuten
    Museumsinsel 5–10 Minuten
    Berliner Dom 8–10 Minuten
    Humboldt Forum 10–12 Minuten
    Nikolaiviertel 10–15 Minuten
    Weihnachtsmarkt am Bebelplatz 15–20 Minuten
    Brandenburger Tor 25–30 Minuten

    Die Zeiten sind ungefähre Richtwerte und hängen natürlich vom gewählten Weg und vom persönlichen Spaziergangstempo ab.

    Wer vor allem die historische Mitte erkunden möchte, kann sich viele Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sparen.

    Auch die Anreise mit der Bahn ist unkompliziert. Vom Bahnhof Hackescher Markt erreicht man das Hotel in wenigen Minuten.

    Bei der Buchung lohnt sich ein Vergleich zwischen dem direkten Hotelangebot und den bekannten Buchungsportalen. Gerade außerhalb besonders gefragter Wochenenden können sich interessante Preisunterschiede ergeben.

    Wir bevorzugen grundsätzlich Hotels, von denen aus wir möglichst viel zu Fuß unternehmen können. Ein etwas höherer Zimmerpreis kann sich durchaus rechnen, wenn dafür Taxifahrten und zusätzliche Fahrkarten entfallen.

    Berlin im Dezember: Unsere praktischen Tipps für ein Adventswochenende

    Berlin im Winter verlangt keine besondere Reiseerfahrung, aber ein wenig Vorbereitung kann den Aufenthalt deutlich angenehmer machen.

    Die richtige Kleidung: Im Dezember sind Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Seltenheit. Eine warme, möglichst winddichte Jacke, bequeme Schuhe und Handschuhe gehören deshalb ins Gepäck. Besonders auf der Dachterrasse des Humboldt Forums kann es empfindlich kalt werden.

    Die beste Reisezeit: Wer die Weihnachtsmärkte erleben möchte, sollte ein Wochenende im Advent wählen. Unter der Woche sind die Märkte häufig weniger überlaufen. Die konkreten Veranstaltungstermine sollte man vor der Buchung prüfen.

    Museen und Eintrittskarten: Für beliebte Museen empfiehlt es sich, Eintrittskarten rechtzeitig online zu reservieren. Das gilt insbesondere für Besuche mit festem Zeitplan.

    Restaurants: Rund um den Hackeschen Markt gibt es eine große Auswahl. Wer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, sollte auch die kleineren Seitenstraßen erkunden und die Speisekarten vergleichen.

    Öffentliche Verkehrsmittel: Für unser Programm benötigen wir kaum Fahrkarten. Wer allerdings weitere Stadtteile besuchen möchte, ist mit dem gut ausgebauten Berliner Nahverkehr bestens bedient.

    Unser wichtigster Tipp: Nicht zu viel vornehmen. Berlin ist keine Stadt, die man an zwei Tagen vollständig besichtigen kann. Wer sich auf ein Viertel konzentriert, entdeckt häufig mehr als jemand, der von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzt.

    Ein Wochenende in Berlin – und plötzlich ist schon wieder Sonntag

    Als wir schließlich unser Gepäck abholen, ist der Sonntag bereits weit fortgeschritten.

    Draußen ziehen die Menschen mit Einkaufstaschen und Koffern durch die Straßen. Der Fernsehturm verschwindet halb im grauen Dezemberhimmel, und irgendwo klingelt eine Straßenbahn.

    Berlin hat uns an diesem Wochenende keine strahlende Wintersonne geschenkt. Auch Schnee wäre schön gewesen. Stattdessen gab es kühle Luft, nasses Pflaster und gelegentlich einen ziemlich entschlossenen Wind.

    Aber es gab eben auch die beleuchteten Innenhöfe am Hackeschen Markt, den weiten Blick über die Museumsinsel, einen Glühwein zwischen historischen Fassaden und viele kleine Entdeckungen unterwegs.

    Manchmal braucht es für eine gelungene Städtereise eben keine lange Liste von Sehenswürdigkeiten.

    Ein zentral gelegenes Hotel, zwei bequeme Schuhe und die Bereitschaft, an der nächsten Straßenecke einfach einmal abzubiegen, reichen völlig aus.

    Auf dem Weg zum Bahnhof fällt unser Blick noch einmal auf den Fernsehturm.

    Ganz oben waren wir diesmal nicht.

    Aber von der Dachterrasse des Humboldt Forums hatten wir ihn wunderbar im Blick. Und für das gesparte Geld hätten wir uns auf dem Weihnachtsmarkt immerhin noch den einen oder anderen Glühwein leisten können.

  • Frankreich-Reisebericht: Kurzurlaub in Paris

    Jedes Jahr Ende September stell ich mir die gleiche Frage: was schenke ich meiner Frau zum Geburtstag? Diesmal sollte es etwas ganz besonderes werden. Ein Parfum wäre zu langweilig, ein neues Kleid von Chanel zwar ihr Traum, aber zu teuer.

    Aber dann kam mir die passende Geschenkidee in den Sinn: eine Kurzreise nach Paris! In die Stadt der Mode, Parfums und natürlich … der Liebe. Der Kurztrip am Wochenende war günstiger als ich dachte. Den Billigflug von Hamburg nach Paris habe ich für unter 100 € pro Person gebucht. Das Hotel Savoy war auch nicht viel teurer pro Nacht.

    Meine Frau war begeistert. Wir waren noch niemals in Paris und konnten es kaum erwarten durch die Straßen zu ziehen. Das Wetter war wunderschön – goldene Herbsttage, die einladen zu langen Spaziergängen an der Seine entlang. Denn so lässt sich eine Stadt am besten erkunden: zu Fuß. Natürlich haben wir ab und zu ein Taxi genommen, aber das Zentrum von Paris lässt sich im Großen und Ganzen zu Fuß recht gut erkunden.

    Zum Beispiel kann man wunderbar von Notre Dame, der wohl berühmtesten Kirchen von Paris, an der Seine entlang wandern in Richtung Eiffelturm. Das dauert etwa eine Stunde, aber man sollte sich einfach Zeit nehmen für die vielen schönen Aussichtspunkte entlang des Ufers. Am schönsten fanden wir die Pont Alexandre III – eine neobarocke Brücke mit vielen vergoldeten Bronzefiguren. Sie führt hinüber zum Grand Palais, in dem die Weltausstellung 1900 stattfand.

    Gleich dahinter beginnt der weltberühmte Champs-Elysee, eine der breitesten Prachtstraßen der Welt. Doch die Shopping-Tour sollte erst morgen dran sein.

    Auf der Nordseite der Seine, der Lebensader von Paris, ging es weiter westwärts. Man hat dabei immer schön den Eiffelturm im Blick und am laufenden Band konnten wir tollen Erinnerungsfotos schießen. Nach etwa 2 Stunden – und einem Stopp in einem hübschen Straßencafé – waren wir endlich da: dem Sehnsuchtsort vieler Liebenden – dem Eiffelturm.

    Kein anderes Wahrzeichen der Welt wird wohl öfter von Paaren fotografiert, die sich Ihre Liebe beweisen wollen. Man wird ständig gebeten ein Foto zu machen von Paaren aus Korea, Russland oder Amerika. Das trägt bei zu einer entspannten Atmosphäre.

    Doch weil die Wartezeit uns zu lang war um oben auf die Aussichtsplattform zu kommen, sind wir dann weiter gebummelt zum Arc de Triomphe, dem Triumphbogen, der im Zentrum des Place Charles de Gaulle steht. Hier beginnt der Champs Elysee und man hat einen wunderbaren Rundblick auf Paris.

    Nun stürzten wir uns ins Shopping-Vergnügen. Die Augen meiner Frau strahlten und sie hauchte mir ins Ohr, daß ich ihr den schönsten Geburtstag Ihres Lebens geschenkt hatte. 

    Ein Jahr später, als wir schon in Berlin wohnten, hat meine Frau dann zu meinem Geburtstag klammheimlich einen Flug von Berlin nach Paris gebucht und wir konnten unsere gemeinsamen Spaziergänge durch Paris fortsetzen. Paris ist eben mehrere Reisen wert!