Sandsturm
Leider trennen sich nach diesen wenigen gemeinsamen Tagen unsere Wege. Während Vincent und Marilyn zügig weiterziehen müssen, beschliessen wir, noch einen Tag in unserem Wüstencamp bei Garmeh zu verbringen, um lang aufgeschobene Wasch- und Autoinstandhaltungsarbeiten zu erledigen. Der Tag ist heiss, ein angenehmer Wind weht über die weite Ebene. Gegen Abend herrscht plötzlich Windstille.
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Wir denken uns nichts dabei, bis uns die komisch violette Stimmung am Himmel auffällt. Auch die lässt leider unsere Warnglocken nicht läuten. Der Himmel verdunkelt sich und wir sehen eine gelbe Wand auf uns zurasen. Jan begreift sofort und schreit: ein Sandsturm naht, schnell, alles in Sicherheit bringen. Der Sturm ist innerhalb von Minuten bei uns, das Zelt kollabiert mit den ersten Winden, Matratze und Schlafsack sind noch drin. Jan beschwert das kollabierte Zelt mit einer 30kg-schweren Kiste, in der Hoffnung das Zelt fliege nicht davon. Die Hoffnung verfliegt innerhalb von Sekunden und mit ihr die Kiste. Während ich gegen den Wind ankämpfe und kaum alleine ins Auto steigen kann, schleift Jan am Boden liegend (wo der Wind am schwächsten ist) das flachgedrückte Zelt hinters Auto.