An dieser Stelle muss ich leider gestehen, dass es unserer Gruppe trotz intensiver Akazienbeobachtung nicht vergönnt war, einen Löwen auf selbigen auszumachen. Dafür entdeckten wir jedoch auf dem Rückweg noch einen Silberwangenhornvogel und eine Gruppe Impalas im Gebüsch.
 
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von den Annehmlichkeiten eines richtigen Campingplatzes und hinein in die pure Wildnis. 
 
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Auf dem Weg in den Nationalpark Serengeti kommt man am Ngorongoro Schutzgebiet vorbei, welches im Süden an die Serengeti grenzt. Bereits auf dieser Fahrt hat man Gelegenheit, einen umwerfenden Blick in den Krater vom Hauptaussichtspunkt aus zu genießen. Auch kommt man an dem Grab von Doktor Bernhard Grzimek und seinem Sohn Michael vorbei. Der Tierarzt und sein Sohn hatten sich in den 1950`er Jahren unermüdlich für den Artenschutz in Afrika eingesetzt. Durch ihre Öffentlichkeitsarbeit trugen sie wesentlich zum Erhalt des Serengeti Nationalparks und zur Entstehung des Ngorongoro Schutzgebietes bei. Nach ihrem Tod wurden sie am Rande des Ngorongorokraters beigesetzt.
Sobald man den Kraterrand hinter sich gelassen hat, erstrecken sich auf beiden Seiten Grasflächen soweit das Auge reicht. Wir hatten bereits hier das Glück, auf die großen Herden zu treffen. Tausende von Zebras und Gnus, viele mit Jungtieren, säumten die Straße. Zwischendurch immer wieder Thomson-Gazellen und auch die ein oder andere Hyäne.
So war es bereits Nachmittag, als wir in der Serengeti eintrafen.
 
Die Serengeti ist größer als Nordirland und somit das größte Tierreservat der Welt, ohne das Schutzgebiet des Ngorongoro und der Masai Mara mitzurechnen, welche sie im Norden und Süden flankieren. Obwohl mehr als eine Million Gnus und Zebras in diesem Gebiet leben, kann man sich aufgrund der Weite des Gebiets vorstellen, wie erfreut wir waren, tatsächlich auf eine der ganz großen Herden getroffen zu sein. Doch anscheinend stand unsere ganze Reise unter einem guten Stern, denn Glück hatten wir in den nächsten Tagen zuhauf.
Selbst auf dem Weg zu unserem Zeltplatz konnten wir uns an der Fülle der Tiere, die uns begegneten, kaum satt sehen. Ibisse, Affen, Webervögel, Glanzstare, Giraffen, Antilopen, Büffel und Elefanten entdeckten wir immer wieder, oftmals ganz nah am Jeep.