Uns steht noch ein langer durstreicher Marsch durch die staubige und sandige Landschaft bei unglaublicher Hitze bevor. Aber wir haben auch etwas Schwein und unser Führer entdeckt ein Chamäleon, welches sich gerade ein schattiges Plätzchen suchen wollte. Natürlich darf jeder mal fotografieren und auch anfassen, bevor es wieder auf seinen Ast gesetzt wird. Die Temperatur scheint jenseits der 40 zu liegen. Der Weg führt an einigen kleinen Hütten, denen man die Armut und die Nähe zu Angola ansieht vorbei. Auch ein megagroßes freilaufendes und etwas aufgebrachtes Rindvieh kann uns von unserem wohlverdienten Mittagessen nicht abhalten - vor diesen Viechern hatte aber jeder Respekt. Im Camp gehen einige der Pferde durch und rennen uns fast über den Haufen, aber es gibt auch friedlichere Steinböckchen und viele Vögel auf dem Gelände zu sehen.
Der Nachmittag ist bei der Hitze frei und so trinken wir ein paar Savanna (was sonst) in der Lodge mit Blick auf den Okavango; nur schwer vorstellbar, dass Angola keine 100 m entfernt auf der anderen Flussseite beginnt. Am Abend machen wir noch einen „Sunset-Cruise“ auf dem Okavango und glauben auch einige Krokodile um unser motorisiertes Floß gesehen zu haben. Wir schippern vorbei an einigen Einheimischen, die ihre Kleidung am Flussufer waschen und ein wenig im Wasser planschen. Das für uns alle überraschende Highlight ist, dass wir auf angolascher Seite von Bord gehen und von ein paar Kindern mit Willkommensgesängen begrüßt werden und natürlich für einen Obolus auch ein Foto „Illegal in Angola“ bekommen. Tja, wir haben es geschafft, wir sind illegal nach Angola eingereist…das Land hatten wir nicht auf unserer Rechnung. Auf dem Rückweg zum Camp sehen wir die Kleinen auf dem Rückweg nach Namibia durch den Krokodilverseuchten Fluss zurücklaufen und haben natürlich einen absolut traumhaften Sonnenuntergang über dem Okavango, man könnte meinen die Sonne geht nirgendwo schöner unter, als in Afrika. Der ganze Ausflug hat uns lediglich 40 N$ gekostet.