Die allgemeine Freude über 2 Nächte in einer „Lodge“ bzw. eher Jugendherberge ist nach den letzten Tagen in der Wüste leider schnell verflogen, als wir erfahren, dass es keine Doppelzimmer gibt. Vielmehr stehen uns 4- oder 8-Bettzimmer zu. Die Einzigen, die dies vorher wussten und auch entsprechend gebucht hatten, waren unsere beiden deutschen Mädels, die sich nach Ihrer Aussage auf diese Reise überhaupt nicht vorbreitet haben, knirrsch…, trotzdem ist die Freude groß, wieder in normalen und vor allem warmen Betten zu schlafen. Wir teilen unser Zimmer mit Anne-Louise und Craig, die am nächsten Morgen zur Skelleton Coast und Cape Cross aufbrechen wollen.
Wir nutzen unseren Aufenthalt in Swakopmund für einen kurzen Stadtbummel und um Geld abzuheben und treffen Steve, der unbedingt einen Plunger für seinen Kaffee sucht - erfolglos - und finden letztendlich in einer Stadt die an Deutschland um die Jahrhundertwende, allerdings mit Palmen erinnert, eine Apotheke - und wie ein Wunder, der Angestellte spricht deutsch - welch eine Wohltat, endlich Medikamente gegen Erkältung, Halsschmerzen und Fieber.
Abends gehen wir gemeinsam Essen beim Italiener. Für mich gibt’s ein Wiener Schnitzel - Essen wie in Deutschland - und genauso gut, für Ines gibt’s Pizza. Es gibt riesige Portionen, sogar so groß, dass unsere Koreaner sich riesige Stücke herunter schneiden und einen fröhlichen Essensaustausch untereinander veranstalten, den wir uns natürlich dankbar anschließen - so ist das mit anderen Sitten und Bräuchen halt. Wir trinken zwar noch ein paar, aber die Müdigkeit zwingt uns langsam ins Bett zu gehen - für einige geht’s sogar bis 2 Uhr Morgens.