Swakopmund

 Wir sind heute etwas früher aufgestanden, denn wir werden vor unserem Hotel abgeholt und zum Hafen gefahren. Dort wartet auch schon unser Schnellboot auf uns, welches wir schon gestern gebucht hatten; Monika und Werner sind auch dabei. Unsere Erwartungen die angepriesenen Delphine zu sichten sind recht gering. Mit uns sind noch zwei Engländer unterwegs, die unseren Truck und unsere Reisetruppe als den allseits bekannten „Party-Truck“ kennen. Unser Abend in Solitäre hat sich also in ganz Namibia herumgesprochen - so klein ist die Welt. Aber erstmal gibt es bevor es weiter geht einen kleinen „Seemannskaffee“, und dabei ist es doch erst früh um 9! Wir sind angenehm, überrascht, als schon nach kurzer Zeit einige Delphine sich um unser Boot tummeln, die nach der Meinung unseres „Kapitäns“ durch die Frequenz der Motoren sexuell stimuliert werden und daher angezogen werden. Folglich möchte er in seinem nächsten Leben als Delphin wiedergeboren werden - verständlich! Mit Delphinen hätten wir wirklich nicht gerechnet, eher mit einer langweiligen Bootsfahrt, aber genau deshalb ist unsere Freude darüber riesig - genauso bei unseren beiden weiteren Deutschen, Werner und Monika. Die Delphine schwimmen mit Leichtigkeit neben uns her und das obwohl unser Boot immerhin 200 PS hat. Wir sehen immer wieder verschiedene kleine und große (bottle-nose) Delphine, nur das Fotografieren gestaltet sich etwas schwierig.

Nur kurze Zeit später stoppt unser „Kapitän“ kurz und mit den Worten „Surprise, Surprise…“ springt auch schon eine 100 kg-Robbe an Bord. Wir können uns gerade noch von der Sitzbank hechten, sonst hätten wir dieses possierliche Tierchen auf dem Schoss sitzen gehabt - wer will das schon. Natürlich erwartet dieses Tierchen etwas für diese Glanzleistung - natürlich Fisch; und er wird sogleich gefüttert, sogar von Ines - aber er hat vom Fischessen einen unglaublichen Mundgeruch! Es scheint ihm bei uns an Bord zu gefallen, denn er lässt sich streicheln und füttern und füttern…