Unser Weg führt uns auch zu den Sandbänken vor der Küste auf denen sich knapp 60.000 Robben tummeln und auch hier lassen sich schöne Fotos, auch von kämpfenden Robben machen. Noch eine weitere Robbe springt bei voller Fahrt zu uns an Bord und möchte - was wohl - Fisch. Der ist aber ausverkauft und diese Robbe scheint nach Aussage unseres „Kapitäns“ ein eher unangenehmer Zeitgenosse zu sein, die er eh nicht füttern wollte. Das hält die Robbe aber nicht davon ab etwas länger an Bord zu bleiben und jede andere Robbe, die auf einen der anderen Boote ist oder auch nur in die Nähe unseres Bootes möchte, anzufauchen und zu vertreiben. Selbst beim Nachtanken macht er einen interessierten Eindruck. Aber er muss letztendlich dann doch vom Boot vertrieben werden - hungrig.

Zurück von unseren Ausflug und natürlich überglücklich unternehmen wir erstmal einen kleinen Stadtspaziergang in Swakopmund, kaufen Bananen für Ines und trinken am Strandkaffee einen richtigen Kaffee! Der Wind ist frisch und das Wasser zum Baden nicht besonders einladend, trotz kilometerlanger Sandstrände. Der Weg durch die Stadt für uns am Leuchtturm vorbei, durch schöne kleine und saubere Siedlungen und auch am Amtsgericht und am Bahnhof vorbei - die Stadt hat einfach Charme.

Zurück in unserer Unterkunft lassen wir erstmal für 30 Rand unsere gesamte Schutzwäsche waschen und trocknen. Abends zieht es uns natürlich zur Poolbar, auch Tommy ist hier wieder anzutreffen und jeder hat natürlich zu berichten, was er den ganzen Tag getrieben hat. Viele waren Quadfahren in der Namib, oder beim Sandboarden und einer unserer Koreaner sogar Fallschirmspringen und er hat seine Crew gleich mitgebracht. Ines findet mit den Jungs von Skydiving-Team gleich gute Gesprächspartner - warum auch immer, haben die Jungs doch beschlossen, meine Ines in den Pool zu schmeißen - natürlich mit den ganzen Klamotten. Klar, dass Ines die Lacher auf ihrer Seite hat und zum Fotoobjekt Nummer 1 wird. Die nassen Klamotten schaffen wir dann wieder zum Trocken. Als „kleine Entschuldigung“ bekommt Ines dann noch von Anthony ein Bierchen ausgegeben. Keine Ahnung wie es passiert ist, aber Ines ist nach einiger Zeit schon wieder im Pool gelandet und kostet die seit Tagen fehlenden Waschmöglichkeiten hier ausgiebig aus - und mir noch sauer sein, weil sie sich am Oranje-River so ungeschickt angestellt hatte! Also das Prozedere mit den nassen Sachen kennen wir jetzt schon und die letzten verbliebenen trockenen Sachen werden herausgekramt. Zumindest bleibt es bei dem Versprechen, wenn es uns nochmals hierher verschlägt, dann wird Fallschirm gesprungen! Auch heißt es Abschied nehmen von Rachel, unserer Koreanerin, die in den letzten Tagen ihren gesamten Jahresurlaub verbraten hat - mehr gibt’s da wohl bei Samsung nicht. Dafür stoßen aber noch zwei weitere zu unserer Truppe: Wolfgang, auch aus Deutschland und Maurice aus Holland, der aber einen seltsamen Eindruck auf uns macht - sehr aufdringlich und mit wenig Verständnis für Feingefühl, na ja. Nicht viel später, lädt uns Melissa gleich zur Kneipentour in Swakopmund ein, wir - Ines nur in Latschen - folgen mit einigen anderen treu und brav - wer soll denn auch den Weg zurück kennen (?) - und nachts ist Swakopmund wohl auch nicht das leichteste Pflaster. Wir trinken zwar noch ein paar, aber das Bettchen ruft uns und da Anne-Louise und Craig zur Skelleton-Coast unterwegs sind, haben wir unser Zimmer sogar für uns allein…