Seit 2004 sind die Kontrollen wesentlich strenger geworden. Die Wagen sind durch einen gelben Streifen als Matatus zu erkennen. Außen ist die maximale Beförderungsanzahl angegeben. Die Wagen sind oft in der Hand von Geschäftsleuten, die ein paar hundert Matatus laufen haben. Gern sind sie hinten mit frommen oder kecken Sprüchen versehen. Das Personal eines Wagens besteht aus einem Fahrer. Die Fahrer müssen jeden Abend ein festgesetztes Geld mitbringen, sonst dürfen sie am nächsten Tag nicht mehr fahren. Laute Musik im Matatu ist Pflicht, sonst fährt keiner mit. Die laute Musik haben wir oft gehört!
 
Leider haben wir kein Bild gemacht, aber einen vollen Bus haben wir in Nairobi fotografieren können und davor ist so ein bisschen von einem Matatu zu sehen.
 
 

Danach unternehmen wir einen Abstecher zur Holzschnitzereifabrik „Akamba“.

Uwe hatte sich eine große Fabrik vorgestellt, wo an großen Maschinen gearbeitet wird. Uns erwartete aber eine totale Handarbeitsfirma. Wir empfanden das Bearbeiten des Holzes wie im 18. Jahrhundert – Arbeitschutz war hier ein Fremdwort. Die Arbeiter sitzen in überdachten Holzständen. Oft sitzen sie auf dem blanken Boden mitten in den Sägespänen und barfuß.
 
 
Alles wird per Hand geschnitzt und gesägt. Uns wird erklärt, dass ihre Arbeitszeit von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr; 7 Tage in der Woche ist. Von den Stücken, die der Arbeiter abliefert sind vom Gewinn 80 % seines und 20 % gehen an den Laden in der Firma.
Wenn im Laden nichts verkauft wird, verdienen die Arbeiter auch nichts. Sie können täglich zur Arbeit kommen oder nicht.
 
Dann Weiterfahrt:
Unser Reiseführer erklärt uns, dass es derzeit ganze 4 Ampeln in Mombasa gibt, ansonsten ist Kreisverkehr – Links!
 
Danach besuchen wir die Altstadt und den alten Hafen von Mombasa und im Anschluss werden wir zum Fort Jesus gebracht. Das Fort steht auf dem höchstgelegenen Punkt der Insel. 
1593 bauen die Portugiesen die Festung. Aus jener Zeit betrachteten sich die Portugiesen hauptsächlich als Vertreter des Christentums, während das Heimatland als solches an zweiter Stelle kam. Sie segelten daher unter der Flagge des christlichen Ordens „Jesus“ und nannten verständlicherweise die neue Festung „Fort Jesus“.
Die Festung hat eine rechteckige Form und wir haben einen schönen Blick aufs Meer. Das Fort Jesus hat auch nach 400 Jahren immer noch dieselbe grundlegende Form.