Spitzkoppe - Himba/Kaokoland

 Beim ersten Blick aus dem Zelt könnte man meinen es hat über Nacht geschneit, doch es stellt sich heraus, dass es sich dabei um das Klopapier - natürlich gebraucht - handelt, welches unsere 2 deutschen Mädels zwar treu und brav in einer Tüte gesammelt hatten, diese dann aber im Wind vor dem Zelt hatten stehen lassen, nun ratet mal was passiert ist? Nun jetzt rennen die Beiden wenigstens mit der Plastiktüte umher und sammeln alles wieder ein - lecker, den geb’ ich heute nicht mehr die Hand, denn fließend Wasser gibt’s hier nicht. Die Morgentoilette fällt daher heute wieder mal etwas knapp aus - zum Zähneputzen tut’s ein Schluck aus der Wasserflasche - mehr ist nicht. Dafür wartet ein sehr ruhiger und entspannender Tag auf uns. Die Tour führt uns weiter die B2 bis Karibib und dann die C33 weiter über Omaruru und Kalkfeld nach Outjjo, zu unserem ersten kleinen Stopp. Das „Tor zum Etosha-Park“ ist schon mit asphaltierten Straßen und einem Supermarkt gesegnet. Die Straßen sind mit den lila blühenden Jacarandas und ein paar der rot blühenden Flamboyantes gesäumt. Natürlich wird Samen gesammelt. Der Ort ist eigentlich eine Gründung der Schutztruppe. Die Bedeutung des 5.000 Einwohner Dorfes liegt heute in der Versorgung der umliegenden Farmregionen. Viel zu sehen gibt’s also nicht, aber ein paar Meter durch den Ort schlendern ist auch ganz OK. Im Supermarkt hab ich in der Zeitung gelesen, dass Schumi in Japan ausgefallen ist, d.h. Alonso ist 10 Punkte vorn - mein persönliches Highlight des Tages. Dann verlieren wir auch noch Steve in Outjo und suchen mit unseren Truck die ganze Stadt ab. Nachdem wir endlich wieder vollzählig sind, gibt’s in einer nicht weit entfernten wirklich netten kleinen Lodge Lunch. Wir haben noch 130 Kilometer auf der C40 Richtung Kamanjab vor uns, denn hier im Kaokoland soll gerade in der Nähe eine kleine Himba-Siedlung sein. Insgesamt gibt es noch rund 6.000 Himbas, eines der letzten Naturvölker Afrikas, deren Heimat das Kaokoland ist.