Leider können wir hier nicht richtig hinein weil da gerade ein Gottesdienst stattfindet. Dafür sehen wir wie draußen vor dem Portal ein als Statue verkleideter Künstler von der Polizei kontrolliert wird.

In einem kleinen modern eingerichteten Lokal an der Plaza de Armas treffen wir uns zum Mittagessen. Lukas geht einmal hinaus weil seine Frau etwas für ihn gebracht hat.

Dann holt uns der Bus ab und wir fahren auf der gleichen Straße wie nach Pisac aus der Stadt hinaus auf die Höhe von Sacsayhuaman.

Die Ruine der Inkafestung Sacsayhuamán (Saksaywaman) ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit etwa 3 km oberhalb des Stadtzentrums. Wahrscheinlich sollte diese Anlage den am meisten gefährdeten Zugang zur Stadt schützen. Tatsächlich verschanzten sich während der spanischen Eroberung Hunderte von Kriegern hinter ihren Mauern. Die Anlage wurde dabei teilweise zerstört, später auch noch von Erdbeben heimgesucht, so dass heute nur noch etwa ein Drittel von ihr erhalten ist. Sacsayhuamán sollte aber auch repräsentativen Zwecken dienen und die Macht und Leistungsfähigkeit der Inka demonstrieren. Gegen eine Deutung als Verteidigungsanlage sprechen indessen Bauformen, die am ehesten auf Heiligtümer hinweisen, wie Nischenplätze, kreisförmige Arenen von etwa 100 m Durchmesser und ausgebaute Treppen in einzeln stehenden Felsblöcken.

Der Name Sacsayhuamán stammt aus dem Quechua und ist im Laufe der Zeit verschiedentlich gedeutet worden, etwa als „zufriedener Falke“, wohl weil man von hier aus die ganze Stadt überblicken kann; oder auch als "gesprenkelter Kopf", da diese Stätte, aus der Luft gesehen, die Form eines Pumakopfes hat, wobei die Straßenzüge des alten Cuzco dessen Körper bilden. Als Erbauer der Stätte gelten die Inka Pachacútec Yupanqui und Túpac Yupanqui. Während der 70-jährigen Bauzeit in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sollen 20.000 Indios daran gearbeitet haben.