Leider sieht die namibische Regierung bislang keinen Handlungsbedarf für die vielen Probleme, sondern kritisiert das Himba Volk als unzivilisiert, rückständig und fortschrittsfeindlich. Die Himbas sind ein halbnomadisches Hirtenvolk, die im Wesentlichen Rinder und Ziegen hüten. Je nach Jahreszeit ziehen diese zu den Wasserstellen und so haben wir Glück, dass unser Campingplatz nicht allzu weit entfernt liegt. Aber ein mächtiges Gewitter zieht auf und wir können unsere Zelte im Regen aufbauen. Damit die Zelte nicht wegfliegen ist Teamwork gefragt - die Koreaner haben damit das geringste Problem. Vor unserem Truck wird noch schnell ein Vorbau, der mit Baumstämmen gestützt ist, aufgebaut unter dem wir alle Schutz finden. Natürlich werden wir bei der nächsten Windböe fast vom Vorbau erschlagen. Aber der Regen lässt auch bald nach, allerdings ist hier Regen immer mit einem kleinen Unwetter verbunden. Der Abend endet mit einer angenehmen und notwendigen Dusche die aus Strohmatten besteht, im Freien ist und ungefähr 15 qm (!) groß ist. Die Warmwasserversorgung erfolgt landestypisch mit etwas Brennholz, was wir freundlicherweise bekommen haben, um den Wasserkessel zu befeuern. Ines hat sich für die zweite Dusche entschieden, diese ist sogar aus Stein, dafür ist sie ohne Heißwasserversorgung, aber so kalt ist es auch nicht. Wir können zum Ausklang des Abends ohne Regen einen schönen Sonnenuntergang genießen. Später zieht es einige von uns schon zu den Himbas, die nicht weit weg von und ihr Dorf aufgeschlagen haben und berichten uns von einem weißen Häuptling - sehr mysteriös. Aber die Erfahrung wollen wir morgen doch lieber selbst machen…